Glaubensgrundlage

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Die 80er Jahre – Wiege und Grab guter und geschmackloser Musik oder
die Biographie einer Wiener Musikkapelle, die weder aus lauter Ingeneuren besteht noch von einer Baustoffkette gesponsert wird.

Wenn wir den Werdegang des zu untersuchenden Konglomerates von Musikern konsequent und ohne Kompromisse durchdenken, müssen wir uns wirklich überwinden und uns in die Zeit der späten 70er und frühen 80er Jahre zurückversetzen. Lassen wir uns also entführen in jene Zeit, wo der C64 als das Maß aller Dinge das Spielverhalten der Teenager revolutionierte, wo Pensionisten stundenlang vor der Glotze saßen und sich die "Schwarzwaldklinik" und "Denver Clan" reinzogen und die jungen Erwachsenen im Netzshirt, VokuhilaFönFrisuren und beschuht mit neongrünen Espandrilles im Opel Manta durch das Ghetto cruisten. In den damaligen Discotempeln drönte neben dem typischen Italo-Dance vor allem die Musik von Milli Vanilli, Falco, Nena, Alphaville, Boy George und ein paar andere musikalische Granden aus den typischen MegaBassBoomBoxen, deren Namen man hier lieber nicht nennen möchte ...

Genau in dieser Zeit ist es passiert; im schnuckeligen Wien-Floridsorf in irgendeiner kleinen Vorstadtwohnung brachte die Mutter des jungen Musiklehrers Schmidt zwei prächtige Pfundskerle auf die Welt, denen sie die Namen Richard und Reinhard gaben. Als weiterer UrWeana wurde Berni stolzer Erdenbürger – urleiwand! Zur gleichen Zeit, am anderen Ende von Österreich, im pittoresken Vorarlberg (ist das überhaupt noch Österreich?), erblickte die Sabine das Licht der Welt und bald darauf die Melanie, ein zartes Konglomerat zweier lieber Menschen, die das Konzept der Abräumer von damals, DÖF (deutsch-österreichische Freundschaft – Anspieltipp: Da Da Da) sehr wörtlich nahmen ... Das Lehrerkinder den Hang zum Extremen haben, kann man auch dem nächsten beiden Bandmitglied attestieren - Tom wuchs in der Steiermark auf; zwischen Dachsteinmassiv und den oststeirischen Obst- und Weinbergen, Dani gleich daneben, in Bad Ischl im oberösterreichischen Salzkammergut. Wenn wir von dort aus auf der A2 Richtung Norden schippern und im Schweiße unseres Angesichts den Wechselpass überqueren, erreichen wir bald eine weite Ebene – das Wiener Becken. Eigentlich eine stinkfade und urlangweilige (schon hier regiert diese lästige Leerformel) Gegend, wäre da nicht ein verschlafenes Kurörtchen namens Baden, das eben in den frühen 80er Jahren zu irrer Berühmtheit erlangte, da in der Bachgasse zwei phänomenale Zwillingsbrüder, Paul und Gregor und nur ein paar verlassene Gässchen weiter unsere Johanna ihre Zelte hier aufschlugen und somit dem kleinen Nest Baden.at verhalfen, zu einem Magneten für gut betuchte Touristen aus aller Herren Länder zu werden (... oder kann mir sonst jemand erklären, warum sich nur ein paar Meter von der Haustüre der Familie Reichholf entfernt Jaguar, Mercedes und Co. Guten Tag sagen ..?). Eine gewisse Astrid sollte aufgrund ihrer sehr günstig liegenden Lage (das war jetzt doppelt gemoppelt, HiHi!) – unsere gute Astrid wohnt in Mödling (wo ist den das schon wieder ..?), einem aufstrebenden Ort voller Snobs, die es vorziehen, dem Pöbel der Großstadt zu entfliehen und die Muse im schönen Grün des auslaufenden Wiener Waldes zu suchen, das verbindende Glied zwischen der Wiener Abteilung und der BadenConnection sein ...

Obwohl diese besagten Herr- und Frauschaften alle ihre eigenen InFights mit ihren Geschwistern hatten, unterschiedlichste Troubles mit den Oldies während der Pubertät und komplett verschiedene Aus-, Weiter- und Verblöd ... äh ...-bildung genossen, verband diese jungen Leute zwei wesentliche Dinge: die Liebe zur Musik und zu ihrem Herrn Jesus Christus!

Genau aus diesem Grund war es bei den Vorbereitungen zum TeenPrayerCongress (TPC) 2003 in Schladming endlich soweit, dass sich die Wege aller oben genannten Kandidaten und Innen kreuzten. In unzähligen Proben und AfterWorxSessions (genaueres bitte bei den einzelnen Musikern erfragen) lernten wir den immens hohen Liederberg, den uns unsere Johanson, Reini und Richi auftischten und uns selber und die verflixten Kniffe einer völlig veralteten DynaChord PA (Richi kann da nicht nur ein Leid, äh Lied davon singen) und unsere neuen Instrumente (Dani, Tom, Paul, Gregor) kennen, lieben ... und verfluchen.

Nebst der ganzen Proberei, dem organisatorischen Nebengeräuschen und den größeren und kleineren WehWehchen war und ist uns die permanente geistliche Einheit des gesamten Teams sehr wichtig geworden. Wir sind davon überzeugt, dass Gott uns megafett mit unzähligen Gaben und Talenten gesegnet hat und wir sie für den Herrn einsetzen wollen, aber dass unser Talent allein nie ausreichen kann, einen Sololauf gegen die Macht Satans zu starten. Und welche Macht und Wirkung Lobpreis und Anbetung hat, weiß der ehemalige Lobpreisleiter des Himmels ganz genau! Aus diesem Grund haben die samstäglichen Experimente immer recht früh (09.00 Uhr) begonnen – offiziell!?! – den inoffiziell spielten wir immer zuerst die chinesische Nationalhymne "Tu Ning", dann musste der Beginn aufgrund der Abenteuer an Dynachord und Co. und einer ausgedehnte Gebetszeit auf die frühen Mittagstunden (11.30 Uhr) verschoben weden. Aber genau diese Zeit hat uns das gezeigt, was alle Bandmitglieder irre fasziniert hat – das spürbare und erlebbare Wirken der Allmacht Gottes. Halleluja!

Unser erster Gig Mitte November in der Grace Church in Wien, der uns als Vorbereitung zum TPC gedacht war, entpuppte sich zu einem irre eindrücklichen Geschenk, dass Gott uns bereitete. Wir durften so stark spüren, dass Gott mit uns und der Gemeinde war – einfach ein herrliches Feeling und eine fette Gewissheit, dass der Herr im Lobpreis seines Volkes wohnt! Yeah!

Der TPC war dann noch einmal eine Klasse für sich. Über 900 Jugendlich aus ganz Österreich und darüber hinaus, aus den unterschiedlichsten Denominationen und Prägungen kamen nach Schladming, um den Herrn zu loben und zu preisen, ihn anzubeten und zu ihm zu flehen. Und wir durften sie in die Gegenwart Gottes führen – welch' gewaltige Aufgabe. Und der Herr war mit uns! (näheres unter www.teenprayer.org)

Sogar der Gründervater, Initiator und treibende Kraft des TPC, Stefan Lepp war tief so begeistert von der Kraft des Wirkens Gottes in Schladming, dass er uns einlud, den TPC in Bad Liebenzell in Deutschland musikalisch mitzugestalten. Nach einigen Tagen des Gebets um Führung und Weisheit (eigentlich hatten wir nicht geplant, nach dem TPC in Österreich in dieser Besetzung weiter zu arbeiten) konnten wir dem Stefan grünes Licht geben. Wir Ösis fuhren nach Deutschland – jahrzehntelang war das eher umgekehrt!

Was wir dort erlebt und erkannt haben, würde diesen Rahmen hier sprengen. Wir haben aber einmütig erkennen dürfen, dass der Herr offensichtlich noch so einiges mit uns vorhat, und so formierten wir uns von der TPC-Band zu Toolbox, einer Werkzeugkiste voll mit Tools für den Herrn!

Hier sind wir, Herr sende uns! Jesaja 6,8